Arbeitsgemeinschaft 
Theologie der Spiritualität (AGTS)
 
Monographien  


nach Name des Autors alphabetisch geordnet

  • Arbeitsgemeinschaft Theologie der Spiritualität. (Hrsg.), Lasst euch vom Geist erfüllen! (Eph 5,18) - Beiträge zu einer Theologie der Spiritualität
  • Benke, Christoph, An den Quellen des Lebens. Exerzitien für den Alltag, Würzburg 1998.
    "Verwirkliche vom Evangelium, was du von ihm begriffen hast - und sei es noch so wenig; das aber verwirkliche ganz - hier und heute!"
    Dieser Satz von Roger Schutzist gleichsam das Motto des vorliegenden Bandes. Beginnend mit Ignatius von Antiochien und den Wüstenvätern über Bernhard von Clairvaux, Teresa von Avila bis hin zu Oscar Romero und Ruth Pfau steht darin - über einen Zeitraum von sieben Wochen - an jedem Tag eine andere Persönlichkeit der christlichen Tradition im Mittelpunkt der Betrachtung.
    Jede und jeder von ihnen hat einen ganz eigenen Weg der Jesusnachfolge beschritten. Entsprechend möchten die übungen dieses Bandes ermutigen, mit dem eigenen Leben ein persönliches, gleichsam "fünftes" Evangelium zu schreiben und sich nicht mit einer Kopie zu begnügen.
  • Bellebaum, Alfred / Schallenberg, Peter (Hrsgg.), Glücksverheißungen. Heilige Schriften der Menschheitsgeschichte, Münster 2005.

  • Benke, Christoph, Die Gabe der Tränen. Zur Tradition und Theologie eines vergessenen Kapitels der Glaubensgeschichte(Studien zur systematischen und spirituellen Theologie 35), Würzburg 2002.
    Gefühle stehen zunehmend im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Hinwendung zu den Affekten ("Intelligenz der Gefühle") entspringt wachsender Skepsis gegenüber einer Rationalität, welche der Sehnsucht des Menschen nach Lebenskunst und gelingender Lebenspraxis nicht Genüge tut. Das Phänomen des Weinens ist elementarer Ausdruck von Gefühlen. Tränen sind ein herausragender Ort, an dem die Größe wie die Verwundbarkeit des Menschen erscheint.
    Die Rede von der "Gabe der Tränen" ist ein wenig beachtetes Kapitel christlicher Glaubensgeschichte, zu dem eine reiche, bis jetzt kaum bearbeitete geistlich-theologische Tradtition vorliegt. Der Autor erhebt anhand ausgewählter, aus unterschiedlichen Epochen stammender Zeugnisse geistlicher überlieferung Grundmodelle einer "Tränenlehre". Die darauf aufbauende theologische Reflexion zeigt, daß der "Weg der Tränen" keineswegs düster ist, sondern das Tor der Auferstehung schon in diesem Leben öffnet. Die Gabe der Tränen ist Ausdruck der Erlösung, die den Glaubenden bis in die Dimension der Leiblichkeit hinein erfaßt. Im Weinen gerät das Leben heilsam in Fluß. Tränen sind verleiblichte Gnade, Zeichen der heilenden Zuwendung Gottes. Insofern geht es in der Arbeit um ein Stück konkreter Soteriologie. Die traditionelle Tränenlehre soll für den gegenwärtigen Glaubensvollzug fruchtbar gemacht werden.
  • Benke, Christoph, Unterscheidung der Geister bei Bernhard von Clairvaux (Studien zur systematischen und spirituellen Theologie 4),Würzburg 1991.
    Ziel des Autors ist es, den Entwurf der Unterscheidung der Geister bei bernhard von Clairvaux darzustellen. bei bernhard werden einerseits die Erfahrungen und die Lehre des christlichen Altertums aufgegriffen, andererseits weisen einige Grundlinien seiner Spiritualität schon sehr klare Umriße einer neuen Zeit auf. So zeigt sich bei ihm eine Wende in der Frömmigkeitsgeschichte, was seinen großn Einfluß auf die spätere geistliche Tradition erklärt.
    In einem ersten Schritt fragt der Autor nach der Sache (nicht nur nach dem Begriff) der discretio spirituum im Werk Bernhards. Dabei kommt seiner Jesusmystik eine besondere Bedeutung zu. Anschließnd werden jene Kräfte und Impulse zur Sprache gebracht, die nach Bernhard den Menschen in seinem Innern bewegen. Das erlaubt es schließich, Bernhards Kriterien, anhand derer die den Menschen bewegenden Kräfte erkannt werden können, zu untersuchen. Dabei zeigt sich, daßBernhard in seiner Kriteriologie verschiedene Ansätze zuläß und hierfür mehrere Erkenntnismöglichkeiten bietet.
    Der Autor zeigt: Bernhards Unterscheidungslehre weist in ihrer Verknüpfung traditioneller und neuer Elemente eine eigene, spezifische Gestalt auf. Die gewaltigen Umbrüche des 12. Jahrhunderts führen dazu, daßsich Bernhard in manchen bereichen schon auf dem Weg in die Neuzeit und damit auch auf dem Weg zu Ignatius von Loyola befindet. Deshalb schließ das buch mit einem Abschnitt, in dem der bisher kaum behandelten Frage nach dem Verhältnis von Bernhard und Ignatius nachgegangen wird.
  • Boehme, Katja, Gott aussäen. Zur Theologie der weltoffenen Spiritualität bei Madeleine Delbrêl, 2. Aufl., Würzburg, Echter. Studien zur systematischen und spirituellen Theologie Bd. 19. (311 S.)
  • Boehme, Katja, Madeleine Delbrêl. Die andere Heilige, Freiburg 2004, 2. Aufl. 2005 (128 S.).
  • Boehme, Katja / Herkert, Thomas (Hrsgg.), Proposer la foi. Dem Glauben den Weg bereiten. Madeleine Delbrêl. Tagungsberichte der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg mit Beiträgen von Katja Boehme, Claude Dagens, Gilles Francois, Marianne Heimbach-Steims, Hadwig Müller, Joachim Wanke, Paul Wehrle, Eveline Zeder. Freiburg 2006. Zweisprachige Ausg.: dt.-frz., 248 S., übersetzt und mit einem Vorwort versehen von Katja Boehme, Freiburg 1992.
  • Boehme, Katja (Hrsg.), Madeleine Delbrêl, Leben gegen den Strom. Denkanstöße einer konsequenten Christin., Mit einem Nachwort von Ludwig Mödl, Berlin/New York 2009.
  • Dahlgrün, Corinna, Christliche Spiritualität.Formen und Traditionen der Suche nach Gott., übersetzt und mit einem Vorwort versehen von Katja Boehme, Freiburg 1992.
  • Dahlgrün, Corinna, Hoc fac, et vives (Lk 10,28) - vor allen dingen minne got. Theologische Reflexionen eines Laien im Gregorius und in Der arme Heinrich Hartmanns von der Aue (Hamburger Beiträge zur Germanistik 14), Frankfurt a. M. 1991.
    Gregorius und Der arme Heinrich Hartmanns von Aue sind ebenso höfische wie religiöse Dichtungen. Ihre biblisch-theologische Sprache ist gestalterisches Mittel und der Ausdruck der seelsorgerlichen Intention des Autors wie auch seiner Religiosität. Die vorliegende Studie untersucht nach einer Darstellung der Theologie des 12. Jahrhunderts ausführlich den Sprachgebrauch Hartmanns. Sie bestimmt inhaltlich seine Religiosität mit ihrer besonderen Betonung der notwendigen Gottesliebe und ordnet sie in den theologischen Hintergund der Zeit ein. Damit bietet die Studie einerseits einen Beitrag zur Erforschung der Laienreligiosität im ausgehenden 12. Jahrhundert, andererseits eine überprüfung und Korrektur der geläufigen Interpretationen der Dichtungen.

  • Delgado, Mariano / Kustermann, Abraham (Hrsgg.), "Gottes-Krise und Gott-Trunkenheit". Was die Mystik der Weltreligionen der Gegenwart zu sagen hat, Würzburg 2000.
    Die Esoterik unserer Tage, ihre vagen Mystizismen, der flottierende Markt von "Religion" - das alles kann nicht über die Gottes-Krise der Gegenwart hinwegtäuschen, es macht sie vielmehr überdeutlich. Empirische Untersuchungen bestätigen dies.
    Die Suche nach ursprünglicher religiöser Erfahrung lenkt den Blick auf die Mystik. Ihr letztes Ziel trifft sich mit dem, was letztes Ziel auch allen interreligiösen Dialogs ist: die Begegnung mit dem unendlichen Geheimnis, das wir "Gott" nennen.
    Judentum, Christentum und Islam, die monotheistischen Religionen der "abrahamitischen ökumene", sind reich an mystischen Traditionen je eigener Prägung und Gestalt. Ihre Essenz ist das "Gott allein". Ein dreifacher Strom von Gott-Trunkenheit, der in seiner dialogstiftenden Kraft noch immer zu entdecken ist. Ein Strom, der sich universal weitet, wenn sich der Blick über die monotheistischen Religionen hinaus weiter nach Osten, etwa für die mystischen Traditionen der Buddhismus, öffnet.
  • Eilrich, Christiane, Gott zur Welt bringen: Maria. Von den Möglichkeiten und Grenzen einer protestantischen Verehrung der Mutter Gottes, Jena, univ. diss. 2009.

  • Fraling, Bernhard, Der Mensch vor dem Geheimnis Gottes. Untersuchung zur geistlichen Lehre des Jan van Ruusbroec Würzburg 1967.

  • Hastetter, Michaela Christine , "Horch! Mein Geliebter!" Die Wiederentdeckung der geistlichen Schriftauslegung in den Hoheliedvertonungen des 20. Jahrhunderts (Münchener Theologische Studien - Systematische Abteilung 69), St. Ottilien 2006.
    Das geheimnisvolle Lied der Lieder, oder das Hohelied, wie es Luther übersetzt hat, faszinierte und forderte gleichermaßn Komponisten, Theologen, geistliche Schriftsteller und Maler aller Jahrhunderte zu einer Deutung heraus. Daß das Hohelied auch in der zeitgenößischen Musik wahrlich eine Renaißance erlebt hat, ist in der Forschung bislang ungeachtet geblieben. Diese Lücke galt es mit der vorliegenden Arbeit zu schließn. Die im Rahmen dieser pastoraltheologischen Studie mittlerweile über 680 musikalischen Werke wurden unter der Fragestellung ausgewertet, inwieweit sie Strukturanalogien zur geistlichen Schriftauslegung aufweisen, um auf diese Weise eine bislang verborgene spirituelle Dimension der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts aufzuzeigen. Dabei wurde der Fokus anhand von fünf exemplarisch ausgewählten höchst unterschiedlichen Kompositionen (Igor Strawinsky Canticum Sacrum, Maurice Duruflé Tota pulchra es, Olivier Meßiaen Je dors, mais mon cœur veille aus: Vingt Regards sur l'Enfant-Jésus, Wilfried Hiller Schulamit, Hans Zender Shir Hashirim) auf die drei großn Hohelied-Auslegungsepochen der Patristik, des Mittelalters und des Karmels gerichtet. Aus der strukturanalogen Analyse von Musik und spiritueller Theologie wurde im Rahmen eines ästhetisch-praktischen Ansatzes der trinitarisch begründeten Leitbegriff "Klingende Pastoral aus dem Evangelium" entwickelt und an zwei beispielen umgesetzt.

  • Marx, Reinhard / Schallenberg, Peter (Hrsgg.), "Wir haben Christi Sinn". Heilige als Vorbilder priesterlicher Spiritualität, Paderborn 2002.

  • Rosenberger, Michael, Der Weg des Lebens. Zum Zusammenhang von Christologie und Spiritualität in der Verkündigung des hl. Augustinus (Studien zur Geschichte der katholischen Moraltheologie 32), Regensburg 1996 .
    Im 20. Jahrhundert ist der Weg in vielfältiger Weise zu einer Grunderfahrung der Menschen geworden - manchmal als Chance größrer Freiheit und Mobilität, oft aber als Last des Mobilsein-Müßens. Die Theologie hat daher im Gefolge des Konzils die Rede vom Weg zu Recht als Schlüßelbegriff zeitgemäßr Glaubensverkündigung erfaß. Oft aber bleibt solche Weg-Theologie an der Oberfläche.
    Durch den Rückgriff auf Augustinus, den großn Kirchenlehrer der Spätantike, versucht der Autor, diesem Mißtand abzuhelfen. In der Analyse seiner Predigten entwickelt er eine neue, ausgereifte Christologie des Weges. Die Einordnung dieses Ansatzes erbringt die basis einer fundierten Wegspiritualität. Aber erst eine neue Reflexion auf die traditionelle Rede vom "Stufenweg" stellt eine schlüßige Verbindung zwischen Christologie und Spiritualität her. So werden intereßante Ansätze einer vertieften Seelsorge sichtbar.
  • Rosenberger, Michael, Ich bin hingeschüttet wie Wasser. Spirituelle Impulse für Menschen in der Krise der Lebensmitte, Würzburg 2009.

  • Rosenberger, Michael, Im Zeichen des Lebensbaums. Ein theologisches Lexikon der christlichen Schöpfungsspiritualität , Würzburg ²2008. [ital. Übersetzung der 1. Aufl.: L'albero della vita: dizionario teologica di spiritualità del creato, Bologna 2001]

  • Michael Rosenberger, Wege, die bewegen. Eine kleine Theologie der Wallfahrt. Würzburg ²2008 [poln. Übersetzung: Drogi, Które poruszaja. Mala teologia pielgrzymki, Posnan 2007].

  • Michael Rosenberger, Durchbruch zum Leben. Predigten zur Heiligen Woche , Würzburg 2005.

  • Michael Rosenberger, Ur-Bilder des Glaubens. Der spirituell-theologische Gehalt mittelalterlicher Heiligenlegenden und ihrer bildlichen Darstellung , Würzburg 1998.

  • Roth, Cornelius , Discretion spirituum. Kriterien geistlicher Unterscheidung bei Johannes Gerson (Studien zur systematischen und spirituellen Theologie 33), Würzburg 2001.
    Der Mensch, der aus christlichem Geist heraus lebt und handelt, steht immer wieder vor der Herausforderung, Entscheidungen zu treffen, die dem Evangelium gemäßsind. Dieser Aufgabe hat sich Johannes Gerson (1363-1429), der wohl bekannteste Kanzler der Universität Paris im ausgehenden Mittelalter, verpflichtet gewuß. Seine Lehre der Unterscheidung der Geister hat ihre Bedeutung nicht nur in Hinblick auf die Einschätzung persönlicher Visionen und Offenbarungen, die zu seiner Zeit sehr zahlreich waren, sondern auch im bereich des geistlichen Lebens der einfachen Christen sowie in zahlreichen kirchenpolitischen und ekklesiologischen Fragen.
    Die Arbeit will Johannes Gerson von der Tradition der im monastischen Umfeld entstandenen Unterscheidung der Geister in den Blick nehmen und seinen eigenen Beitrag in der Geschichte geistlicher Unterscheidung herausarbeiten. Nach der Darstellung der geitslichen Kriterien im allgemeinen werden nacheinander die verschiedenen Orte behandelt, in denen Gerson diese anwendet. Ein Vergleich mit Ignatius von Loyola rundet sie Untersuchung ab und verdeutlicht die bleibende Relevanz der Außage Gersons.
  • Schallenberg, Peter, Liebe und Subjektivität. Das Gelingen des Lebens im Schatten des "amour pur" als Programm theologischer Ethik (Münsterische Beiträge zur Theologie 62), Münster 2003.

  • Scheuer, Manfred, Die Evangelischen Räte. Strukturprinzip systematischer Theologie bei H. U. von Balthasar, K. Rahner, J. B. Metz und in der Theologie der Befreiung (Studien zur systematischen und spirituellen Theologie 1), Würzburg 1990.
    Der Autor behandelt die sogenannten Evangelischen Räte Armut, Gehorsam, Jungfräulichkeit unter einem bislang kaum bedachten Aspekt: nicht in biblischer, frömmigkeitsgeschichtlicher, aszetischer oder moraltheologischer Hinsicht, sondern als strukturgebundenes Prinzip dogmatischer Theologie. Ausgangspunkt ist dabei die überzeugung von der unbedingten Zusammengehörigkeit von theologischer Theorie und geistlicher Praxis. Denn einerseits bedarf die Praxis der Räte ihrer intelligiblen Kraft im dogmatischen Kontext; sie müßen etwa als Strukturmomente der trinitarischen Beziehung, als konkrete Form des Bundes zwischen Schöpfer und Geschöpf, als Mitte des kirchlichen Selbstverständnißes verstehbar werden. Dieses Programm führt der Autor an vier grundlegenden Entwürfen gegenwärtiger Theologie durch: H. U. von Balthasar, K. Rahner, J. B. Metz, Theologie der Befreiung. Im Gespräch mit diesen vier Theologien zeigt sich, daß die Räte zum Wesenskern der christlichen Identität gehören; sie sind für das Verstehen des Glaubens strukturprägend, aber auch systemsprengend. Denn ihren ursprünglichen Ort haben sie im nichtableitbaren Ruf Gottes. Erst von dieser "Grundlosigkeit" her erweisen sie auch ihre tiefste "Stimmigkeit" als Form und Konkretion kommunikativ verfaßter Freiheit.

  • Schlosser, Marianne, Katharina von Siena begegnen (Zeugen des Glaubens), Augsburg 2006.

  • Schlosser, Marianne (Hg.), Die Eucharistie als Mitte und Quelle der Spiritualität (Reihe Cardo 130), Köln 2005.

  • Schlosser, Marianne (Hg.), Im Spiegel Christi. Die Schriften der Klara von Assisi, Kevelaer 2004.

  • Schlosser, Marianne, Bonaventura: Itinerarum mentis in Deum. Der Pilgerweg des Menschen zu Gott, dt.-lat., übersetzung und Kommentar von Marianne Schlosser, Münster 2004.

  • Schlosser, Marianne, Bonaventura begegnen (Zeugen des Glaubens), Augsburg 2001.

  • Stolina, Ralf, Die Theologie Karl Rahners: Inkarnatorische Spiritualität. Menschwerdung Gottes und Gebet (Innsbrucker theologische Studien 46), Innsbruck, Wien 1996.

  • Waaijman, Kees, Handbuch der Spiritualität. Formen, Grundlagen, Methoden, 1. Bd. Mainz 2004.
    Das Thema Spiritualität ist in den vergangenen Jahren immer mehr in den Mittelpunkt der Suche nach authentischer Religiosität und erneuertem, zeitgemäßen Glauben gerückt.
    Dieses Standardwerk bietet eine grundlegende Einführung für alle, die sich wissenschaftlich mit christlicher Spiritualität beschäftigen, und gibt einen überblick über den internationalen Forschungsstand.
    Im ersten Band wird Spiritualität als ein urmenschliches Phänomen in unterschiedlichen Lebenszusammenhängen beschrieben. Drei Hauptformen werden miteinander in Beziehung gesetzt: die "Laienspiritualität", die sich innerhalb eines familiären Umfeldes vollzieht, die institutionalisierte Spiritualität, wie sie sich im öffentlichen Raum manifestiert, und geistliche (Gegen)bewegungen, die sich dem kulturellen und religiösen Konsens entziehen.

  • Waaijman, Kees, Handbuch der Spiritualität. Formen, Grundlagen, Methoden, 2. Bd. Mainz 2005.
    Im zweiten Band geht es um Grundlagenforschung. Das Phänomen Spiritualität wird von der Praxis und von der Wissenschaft her betrachtet. Im Zentrum steht als Forschungsobjekt die gottmenschliche Umgestaltung. Unterscheidungskriterien für gelebte Spiritualität und eine Methodologie für das Studium der christlichen Frömmigkeitspraxis vertiefen das Verständnis für das Wirklichkeitsgebiet der Spiritualität.

  • Weiß, Bardo, Ekstase und Liebe. Die unio mystica bei den deutschen Mystikerinnen des 12. und 13. Jahrhunderts, Paderborn 2000.
    Liebeseinheit mit Gott und Ekstase - Phänomene der frühen Zeit mittelalterlicher Frauenmystik, die um 1300 mit den Einflüssen der rational geprägten Scholastik endet. Frauen sahen in Entrückungen erfahrene Höhepunkte eben dieser Liebeseinheit mit Gott. Was konnten Außenstehende von diesen Ekstasen wahrnehmen (Dauer, Häufigkeit, körperliche Reaktionen etc.)? Was erlebten Frauen selbst bei solchen Erfahrungen? Mit welchen sprachlichen Mitteln konnte diese eigentlich unsagbare ekstatische Einheit mit Gott dargestellt werden?
    Die Frauen und ihr Umfeld deuteten das vorübergehende Schwinden des Alltagsbewußtseins als Zeichen für die notwendige Selbstvergessenheit der Liebe zu Gott. Um diese Einheit mit Gott in der Ekstase zur Sprache zu bringen, gebrauchen die Mystikerinnen eine Reihe von metaphorischen Bildern, die hier ausgehend von ihrer Herkunft in ihrer Bedeutung erklärt werden. Neben Texten und Viten von Hildegard von Bingen und Elisabeth von Schönau werden vor allem die von den Mystikerinnen aus dem mitteldeutschen Helfta (Gertrud die Große, Mechtild von Hackeborn, Mechtild von Magdeburg) und von den zahlreichen Frauen der Rheinischen Mystik, die ihren Schwerpunkt im mittelniederländischen Sprachraum (Brabant) hat, untersucht.

  • Weiß, Bardo, Die deutschen Mystikerinnen und ihr Gottesbild. Das Gottesbild der deutschen Mystikerinnen auf dem Hintergrund der Mönchstheologie, 3 Teile, Paderborn 2004.
    Diese umfassende Untersuchung zum Gottesbild der deutschen Mystikerinnen knüpft an den Vorgängertitel "Ekstase und Liebe" (Paderborn 2000) an und hat die Theologie der deutschen Frauenmystik zum zentralen Thema. Zeitlich grenzt sich das Thema durch das 12. Jahrhundert zum einen und die Wende zum 14. Jahrhundert zum anderen ein. Im Gegensatz zu "Ekstase und Liebe", wo die Brautmystik im Vordergrund stand, bilden für die hier vorgelegte philologisch-theologische Untersuchung neben anderen Hildegard von Bingen und Elisabeth von Schönau Orientierungsfiguren. Der theologische Hintergrund dieser Seherinnen und der anderen Schwestern, Reklusen oder Beginen ist nicht - wie im 14. Jahrhundert - die Theologie Thomas von Aquins und Bonaventuras, sondern was man seit Leclercq die "Mönchstheologie" nennt, die in diesem dreiteiligen Werk folglich eine eminente Rolle spielt.

  • Wollbold, Andreas, Handbuch der Gemeindepastoral, Regensburg 2004.

    Gemeindepastoral ist vielerorts nicht mehr stilsicher. "Was tue ich hier eigentlich," fragen sich die Aktiven. Hier bietet das Handbuch der Gemeindepastoral:

    • einen überblick über die Pastoral für Studierende der Theologie
    • Orientierungshilfe für Berufsanfänger
    • ein Angebot zur Vertriefung und überprüfung der eigenen Praxis für langjährige Seelsorger
    • eine Entscheidungshilfe für Verantwortungsträger
    • eine Einladung an Ehrenamtliche in der Gemeinde, die Zusammenhänge des eigenen Engagements zu reflektieren

    Das Handbuch zeichnet sich durch eine spirituelle Grundierung, ein klares theologisches Konzept, eine praxisnahe Reflexion der Probleme gegenwärtiger Pastoral und eine profilierte Darstellung des Themas: Die Fülle des Glaubens soll in der Pastoral nicht tröpfeln, sondern strömen. Der Autor stellt das gesamte Feld der Gemeindepastoral übersichtlich und aus einem Guss dar und vermeidet dabei überflüssigen Universitätsjargon; er ermutigt zur Territorialseelsorge gegen den Trend und zur Konzentration der Pastoral auf ihre ureigenen Aufgaben.

  • Wollbold, Andreas, Therese von Lisieux. Eine mystagogische Deutung ihrer Biographie (Studien zur systematischen und spirituellen Theologie 11), Würzburg 2002.
    "Der Christ von morgen wird ein 'Mystiker' sein, einer, der etwas 'erfahren' hat, oder er wird nicht mehr sein." Dieses Wort Karl Rahners hat breite Zustimmung gefunden, weil es eine Art Zeitansage ist. Denn innerhalb und auerhalb der Kirchen erhebt sich eine Sehnsucht nach religiöser Erfahrung. Karl Rahners Antwort darauf war die "neue Mystagogie", die Hinführung jedes Menschen zur persönlichen Gotteserfahrung. Doch welches Profil hat der Begriff Mystagogie in der bunten Vielfalt heutiger Erfahrungsreligiösität? Der Autor entwickelt in Auseinandersetzung mit Rahner eine biographische Methode der Mystagogie. In ihr wird gezeigt, wie sich Gotteserfahrung im Lebenslauf entfaltet.
    Am Beispiel der hl. Therese von Lisieux soll sich diese Methode bewähren. Denn Thereses Gotteserfahrung ist weit über die teils sehr fest umgrenzten Vorgaben ihrer Familie und des Klosters hinausgetreten und hat die Religiösität ihrer Zeit erneuert. Dazu wird die Erfahrung Thereses unter den Perspektiven von Entgrenzung, Erfüllung, und Konkretisierung geordnet und schließich zu einer mystagogischen biographie Thereses zusammengefügt. So können auch die Wendepunkte ihres Lebens neu gedeutet werden.
  • Zekorn, Stefan, Gelaßenheit und Einkehr. Zur Grundlage und Gestalt geistlichen Lebens bei Johannes Tauler (Studien zur systematischen und spirituellen Theologie 10), Würzburg 1993.
    Johannes Tauler, einer der bedeutendsten geistlichen Autoren des Mittelalters, wird in diesem buch als Lehrer geistlichen Lebens erschloßen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der behandlung des Gebets und vor allem der konkreten Gebetsanweisungen, die sich in großr Fülle in den Predigten Taulers finden, bisher aber kaum beachtet wurden. Weiterhin wird die konkrete Gestaltung geistlichen Lebens bei Tauler in ihren bezug zum Gottesbild und zu den Grundlinien seines Menschenbildes gestellt. So erfolgt eine systematische Darlegung der zentralen Gedanken des Mystikers in enger Anlehnung an seine Predigten. Gleichzeitig wird das Zusammenspiel von Theologie und Leben bedacht.
    Im abschließnden Kapitel ordnet der Autor Tauler unter mannigfachem Aspekt in seine Zeit ein. Es geht dabei um seine Lehrer, seinen "Ort" in der Frömmigkeitsgeschichte und seine beziehungen zur Nonnenmystik. Ein eigenes Kapitel ist der Auffaßung von Kontemplation im 14. Jahrhundert gewidmet.

Administration: Gudrun Nassauer

Gestaltung: Dr. Marco A. Sorace

Vorlage: S. I. S. Papenburg